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Aktuelle Seite : Marchadores

Mangalarga  Marchador

Brasilien
 

  •         Herkunftsland ist Brasilien


Die genaue Entstehung der Mangalarga Marchadores lässt sich nicht mehr zurückverfolgen. Tatsache ist aber, dass auch die Wurzeln dieser Rasse bei den iberischen Pferden liegen.
Als Brasilien vor etwa fünfhundert Jahren von Portugiesen entdeckt und bevölkert wurde, brachten sie die unterschiedlichsten Pferde aus Portugal mit.


       Geschichte der Mangalarga Marchador


beginnt etwa 1740, als der Prinzregent Dom Joáo, der VI., seinem Freund dem Baron von Alfenas, einen Hengst der portugiesischen Rasse Alter schenkte. Diesen Hengst mit seinem Namen " Sublime" wurde in Brasilien im Süden von Minas Gereis mit einheimischen Stuten gekreuzt, welche Abkömmlinge der Rassen Berber und portugiesische Landschläge waren. Die Bezeichnung "Mangalarga" geht auf die Fazenda gleichen Namens im Bundesstaat Rio de Janeiro zurück. Zu jener Zeit war das Pferd das wichtigste Verkehrs- und Fortbewegungsmittel und auf ihren Reisen an den Hof erweckten die Tiere der Fazenda Mangalarga durch ihre Schönheit und Ausdauer, vor allem aber durch ihre besonders weiche Gangart höchste Aufmerksamkeit und reges Interesse. So bürgerte es sich ein, dass die Besitzer von Hazienden und Höfen, wenn sie im Süden Reitpferde einkauften, Mangalarga Marchadores verlangten.


      Mangalarga Marchador - Bewegungsablauf


1949 schlossen sich engagierte Züchter der nicht trabenden Marcha Pferde zusammen und gründeten den Zuchtverband der Mangalarga Marchadores, deren Nachkommen erst im Alter von 36 Monaten in das Zuchtbuch aufgenommen wurden. Die bei dieser Rasse bevorzugte " Marcha " ist ein Viertakt in langsamer bis mittlere Geschwindigkeit, bei der immer mindestens ein Pferdehuf Bodenkontakt hat. Diese Gangart wird noch einmal in drei Kategorien unterteilt:


         Marcha Media - klarer Viertakt mit viel Raumgriff
          Marcha Batida - Verschiebung zur Diagonalen - Tendenz zum Trab
          Marcha Picada - Verschiebung zur Lateralen - Tendenz zum Pass


Die Marcha Media und die Marcha Picada erkennt der Mangalarga Marchador Liebhaber nicht nur visuell, sondern sie lassen sich auch erhorchen. Ihr typischer Zweitakt mit Echo ist deutlich zu erkennen. In allen drei Gangversionen sind raumgreifende Bewegungen, natürliche Haltung, Taktsicherheit, Weichheit, Leichtigkeit, Harmonie, Eleganz und viel Energie erwünscht.
 
      Das offizielle Zuchtziel verlangt eine gut bemuskelte, harmonische und gut proportionierte Statur mit einem Stockmass zwischen 140 cm und 157 cm, einen mittelgroßen, trockenen Kopf mit guter Ganaschenfreiheit, weit auseinander liegenden großen und ausdrucksvollen Augen, ein gut angesetzter Kopf. Die Gelenke sollen markant und trocken sein. besonderen Wert legt man auf eine korrekte Beinstellung und eine schräge, elastische Fesselung. Außer Albinos oder Cremellos mit hellblauen Augen sind alle Farbschläge erlaubt.
 
      Mangalarga Marchadores haben einen freundlichen, ausgeglichenen Charakter, der geprägt ist von Leistungsbereitschaft, Aufgeschlossenheit und Umgänglichkeit. Trotz ihres freudigen Gehwillens und Vorwärtsdrangs, lassen sich diese herrlichen Pferde aus dem Ursprungsland Brasilien stets gut regulieren. Aufgrund dieser Eigenschaften wird der Mangalarga Marchador gleichermaßen als    Distanz - , Western - und Wanderreitpferd geschätzt.
Ihre Frische, Bequemlichkeit, Nervenstärke und Sanftmut verschaffen diesen herrlichen, stark menschenbezogenen Pferden immer mehr Anhänger. Während Brasilien 6.000 Züchter und 200.000 eingetragene Pferde verbuchen kann, ist die Zahl der Mangalarga Marchadores in Europa mit rund 400 verhältnismäßig gering. Das liegt zum einen an der Tatsache, daß diese Rasse noch nicht über alle Grenzen hinweg bekannt ist und zum anderen am geringen Interesse der Brasilianer ihre bevorzugte Rasse - für die im eigenen Land eine große Nachfrage besteht - nach Europa zu exportieren.

 

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